MARTIN SCHLUMPF
 
MOUVEMENTS
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  Mouvements: Werkbeschreibung
  Downloads: Hörprobe, Partiturauszüge
 
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"Mouvements" für Klavier und Orchester ist 1994 mit finanzieller Unterstützung des Kuratoriums für die Förderung des kulturellen Lebens des Kantons Aargau als Eingabe im Kompositionswettbewerb für das Finalstück des Internationalen Klavierwettbewerbs Königin Elisabeth von Belgien entstanden.
 
Ohne genauere Kenntnis der Bedingungen dieses renommierten Klavierconcours entschloss sich Martin Schlumpf ein Klavierkonzert zu schreiben, das den "äusseren" Bedingungen des Wettbewerbs entsprach: ungefähr 15 Minuten Länge und eine Orchesterbesetzung, die 3 Flöten, 3 Oboen, 3 Klarinetten, 3 Fagotte, 4 Hörner, 3 Trompeten, 3 Posaunen, 1 Tuba, 5 Schlagzeuger (!), 1 Harfe und Streicher vorsah.
 
Seine Komposition wurde nicht berücksichtigt - beim Anhören von Aufnahmen früherer Wettbewerbe wurde ihm klar, dass das Konzept seines Konzerts keine Chance hatte: für den Königin Elisabeth Wettbewerb kommen nur ausgesprochen virtuose Stücke in Frage, die das Soloinstrument bedingungslos ins Zentrum stellen.
 
Dies aber ist in seiner Musik nicht der Fall, im Gegenteil: Martin Schlumpf versucht vielfältige Kombinationsvarian- ten zwischen Klavier und Orchester zu zeigen, einmal führt der Solist, einmal begleitet er, einmal dialogisieren die Partner... .
 
Triebfeder des ganzen Stücks ist der Bewegungsgedanke - der Rhythmus (Mouvements). Ausgebreitet in vier klar voneinander getrennten, ohne Pausen zusammenhängenden Abschnitten dominieren vier unterschiedliche Bewe- gungscharaktere die Komposition:
 
  der erste Teil ist ein langer, grosser Aufbau (von Ferne lässt "Bolero" von Maurice Ravel grüssen); sehr leise
  und "dünn" setzt ein längeres rhythmisches Muster im Marimbaphon ein, das als Ostinato in ungerader Metrik in
  ständiger dynamischer Steigerung, wechselnder harmonischer Umgebung und zunehmender Dichte zu einem
  satten extravertierten Höhepunkt führt;
 
  Teil zwei bringt einen grossen Gegensatz: eine feine lyrische Grundstimmung mit einem Klavierpart, der teil-
  weise an einen Jazzsong erinnert, gespickt mit quasi-impressionistischen Figuren; nach einer Schlagzeug-
  Überleitung folgt
 
  Teil drei als spielerischer, manchmal witziger Dialog zwischen verschiedenen Orchestergruppen und dem
  Soloklavier; nach und nach beginnen die einzelnen Dialogpartner sich ins Wort zu fallen - Zeit für eine kurze,
  sehr bewegte Solokadenz, die mit einigen Grosse Trommel-Schlägen in den Schlussteil übergeführt wird:
 
  ein fliessender Überlagerungsteil (das Soloklavier als Orchesterfarbe), in dem Figuren gegeneinander gesetzt
  sind, die aus dem Ostinato des Anfangs abgeleitet sind, periodisch in längeren Abständen eingefärbt durch
  Blechbläserakkorde und Gongschläge; das gleichmässige Fliessen löst sich gegen Schluss langsam auf: in
  einem kleinen Epilog hat der Solist das letzt lyrische Wort... .
 
Mouvements wurde vom 22. bis 27. März 1999 anlässlich einer Werkstatt für Schulklassen vom Aargauer Sympho- nie Orchester in Baden öffentlich geprobt und aufgeführt. Aufgrund der dabei gemachten Erfahrungen hat Martin Schlumpf im August und September 2003 das Werk revidiert, einzelne Details im Orchester verdeutlicht, vor allem aber die Solostimme überarbeitet und teilweise ausgeweitet. Diese endgültige Fassung ist am 28. Oktober 1999 in der Tonhalle Zürich uraufgeführt worden.
 
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  Mouvements
  MP3-Datei, 00:01:44, 128 kbps, 44 kHz, 1630 KB
 
Die Partiturauszüge sind im Adobe PDF-Format gespeichert. Für die Ansicht wird z.B. der kostenlose
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  Mouvements
  Adobe PDF-Datei, Seite 34, 49 KB
 
  Mouvements
  Adobe PDF-Datei, Seite 35, 47 KB
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

© Martin Schlumpf · Alte Endingerstrasse 4 · 5303 Würenlingen